Wednesday, January 29, 2014

Phang Nga Bay - Viel mehr als nur ein Felsen


Einen atemberaubenden Ausflugsort bietet die von tropischer Karstlandschaft umgebene Bucht von PhangNga. Neben dem berühmt, berüchtigten „James Bond Felsen“, der nicht nur im Film eine wundervolle Kulisse darbot, sind auch viele abenteuerliche Tropfsteinhöhlen, Mangrovenwälder und ein auf Stelzen gebautes Seezigeunerdorf auf dem Wasser, zu bestaunen. 

phangnga rocks
riesige Kalksteinfelsen
Mit einem traditionellen Longtailboot starteten wir in die Phang-Nga Bucht. Die Fahrt verlief durch den saftig grünen Mangrovenwald auf den mäandrierenden Flüssen, die durch ein herrliches Panorama geprägt sind. Die gewaltigen Kalksteinfelsen entstanden vor ca. 300 Millionen Jahren und ziehen sich von China über Vietnam und Thailand nach Borneo. Sie waren einst Teil eines Korallenriffs, welches 5mal größer war als das berühmte Great Barrier Reef in Australien. Innerhalb der Felsen, die bis zu 300 Meter hoch sind, befinden sich unfassbare Höhlensysteme. Aufgrund des Monsunregens und der ständigen Erosion entstehen immer wieder Höhlen auf‘s Neue oder verschwinden sogar.


Koh Tapu
James Bond Felsen
Vorbei an Start und Zieleinlauf des bekannten Drachenbootrennens, wo jedes Jahr im März und November die Vorentscheidungen für das große Finale in Bangkok stattfinden, erreichten wir die Insel Koh Tapu oder auch „James Bond“ Insel genannt. Bekannt ist sie aus dem Film „Der Mann mit dem goldenem Colt“ aus dem Jahre 1974 mit Roger Moore als Hauptdarsteller, welcher hier auf dramatische Weise den Bösewichten entflohen ist. Der Felsen ist etwa 22 Meter hoch mit einem Durchmesser von 4 Metern und sieht wesentlich kleiner aus, als man es aus dem Film erwartet hätte. Der Stunt des Actionhelden wirkt nun nicht mehr ganz so gefährlich und dramatisch wie in der Filmszene. Dennoch, Koh Tapu ist der meist besuchte Ort Südthailands und definitiv wegen der wunderschönen Landschaft sehenswert.

Nach hörbar vielen Kameraknipsen, um die Erinnerungen festzuhalten, blieb Zeit um  die funkelnden Tropfsteine in den Höhlenkomplexen der Felsen zu bewundern. Unzählige Stalagmiten und Stalaktiten wachsen aus Decke und Boden im Inneren der Felsen. Überall ist es feucht und Regentropfen, die sich tagelang durch das Gestein gebohrt haben, tropfen von der Decke. Ein wunderschönes Naturschauspiel! 

Mangroven
Kanufahrt
Anschließend ging es auf Kanus. Der Luxus hierbei ist, dass wir nicht selbst paddeln mussten, sondern von einem netten Thai durch den sumpfigen Mangrovenwald und die riesigen Felsen gepaddelt wurden. Wirklich abenteuerlich wurde die Fahrt, als es durch die sehr engen Eingänge der Höhlen ging. Man musste sich telweise flach in das Kanu legen, um nicht mit den Köpfen an den Felsen anzustoßen. Die sportliche Betätigung wurde jedoch belohnt, da uns dahinter ein traumhaftes Spektakel erwartete. In den Höhlen und Grotten wurde uns durch Licht und Schatten eine verzauberte Landschaft dargeboten.

Da so langsam der Hunger durchkam, war unser nächster Stopp das Seezigeunerdorf Koh Panyee, welches komplett auf aus Mangrovenholz gebauten Pfählen mitten im Wasser steht. Dort leben etwa 2.000 Einwohner muslimischen Glaubens. Ein Spaziergang durch das Dorf ermöglichte es uns hinter die Kulissen dieser „Kleinstadt“ zu schauen. Hier gibt es alles was man auch in einem „normalen“ Dorf finden würde: ein Krankenhaus, eine Moschee, eine Schule, einen Kindergarten und sogar einen schwimmenden Fußballplatz! Der FC Koh Panyee ist jedem Kind oder Fußballliebhaber in Thailand ein Begriff, denn sie gelten als beste Mannschaft im ganzen Königreich. 



Seezigeunerdorf
Koh Panyee
Während des Spaziergangs vergisst man fast, dass man über Wasser geht, da die Wege größtenteils aus Beton bestehen und man nur teilweise Holzbretter überqueren muss. Nach einem unglaublich leckeren und scharfen Mittagessen mit Blick auf die Phangnga Bucht, kehrten wir dem Seezigeunerdorf den Rücken und fuhren mit dem Longtailboot zurück zum Pier.

liegender Buddha im Wat Suwanakuha
Ein interessanter Abschluss dieser beeindruckenden Tour war der Besuch des Höhlentempels „Wat Suwanakuha“. Dieser besteht aus einer großen Höhle im Eingangsbereich und mehrere kleinere im Inneren. Das Besondere an diesem Tempel ist die 15 Meter große, goldene, liegende Buddha Statue. Im hinteren Teil des Tempels bestaunten wir königliche Wappen, da bereits viele thailändische Könige der Vergangenheit den Tempel besucht und sich hier verewigt haben. Ein Mönch, der gegen eine kleine Tempelspende gerne eine persönliche Segnung vornimmt, ist ebenfalls anwesend. Ein bisschen Glück kann ja nie schaden. Sehr amüsant zu beobachten sind auch die vor dem Tempel herumtollenden Langschwanzmakaken. Hungrig und mit großen Augen warteten sie nur darauf von uns Touristen gefüttert zu werden. Nach einem aufregenden Tag, mit uralten Gesteinsformationen, einem legendären Felsen, sowie einem kulturellen Aspekt mit Koh Panyee, rundete der buddhistische Tempel den Ausflug perfekt ab.


Diana Schob, Marina Petropulu, Samara Körner

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